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IT Betriebsmodelle E1624269777697

Dir ist sicherlich in deinem Unternehmen schon das Phänomen begegnet, dass die IT-Abteilung immer nur im passiven Modus arbeitet und nur mehr als selten eigene Ideen und Prozesse entwickelt. Die IT macht einen guten Job, wenn sie gebraucht wird. Das ist gut, doch reicht das aus? Kann eine IT-Abteilung nicht viel mehr leisten? Gerade in der digitalisierten Welt muss die IT doch eigentlich selbst für Innovationen im Unternehmen sorgen. Wir zeigen dir auf, wie Unternehmen die technologischen Ressourcen über unsere vier verschiedenen IT-Betriebsmodelle bereitstellen können. Durch die Nutzung von Cloud Computing kannst du laut Interxion in deinem Unternehmen vom IT-Budget unglaubliche 50 % und mehr einsparen (1).

Wandel der IT-Abteilungen

Nahezu jedes Unternehmen ist in der heutigen Zeit auf einen oder mehrere IT-Spezialisten angewiesen. Du wirst die klassischen IT-Services sicherlich zu genüge genutzt haben. Sei es bei der Einrichtung einer Telefonanlage, bei der Bestellung eines neuen iPhones oder bei einem Systemabsturz am PC. Wenn es gut läuft, hat deine IT sich bereits mit innovativen Themen der Digitalisierung auseinandergesetzt. Doch die IT wird sicherlich auch bei dir im Unternehmen grundsätzlich dafür verantwortlich sein, die Dinge am Laufen zu halten. Lass dir gesagt sein: Das reicht nicht mehr! Um mitzuhalten oder gar einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu generieren, musst du in der heutigen Wirtschaft die Vorteile der verschiedenen IT-Betriebsmodelle ausschöpfen. Die IT sollte dabei immer strategisch und visionär eingebunden werden. Technisches Fachwissen der ITler ist gut, doch muss es auch darum gehen, die gesamte Servicekultur zu verbessern, künstliche Intelligenz zu fördern oder eigenständig neue Softwaremöglichkeiten zu implementieren. Es ist unumgänglich, dass du deine bisherigen IT-Betriebsmodelle durch den enormen Wandel der Digitalisierung dringend anpassen musst. Dabei stellt sich die Frage, wie IT-Ressourcen bereitgestellt und abgerufen werden können.

IT-Betriebsmodell-Beispiele für dein Unternehmen

Zugegeben ist es nicht leicht, die IT in die Vision eines Unternehmens einzubauen. Auch Schablonen, die hierbei helfen, gibt es nicht wirklich. Dennoch möchten wir dir IT-Betriebsmodell-Beispiele mit auf den Weg geben, die auch dein Unternehmen auf ein nächstes Level bringen können. Die IT-Betriebsmodell-Beispiele unterscheiden sich im wesentlich darin, wie IT-basierte Ressourcen bereitgestellt werden.

On-Promise als klassische Methode

In vergangenen Zeiten waren alle IT-Betriebsmodelle sogenannte On-Promise-Lösungen, was auch heute noch von vielen Unternehmen so gelebt wird. Bei diesem Ansatz hält das Unternehmen selbst alle Ressourcen wie Server, Router, Software oder Speicherplätze vor. Dabei können einzelne Teile hiervon angemietet sein, die eigentliche Wartung und der Betrieb liegen jedoch beim Unternehmen selbst. Die On-Promise-Methode lässt sich über Managed Services erweitern, bei denen gewisse Lösungen zugekauft werden. Als Beispiel seien hier die Bereitstellung von Backuplösungen oder der allgemeine Schutz vor Viren genannt. Unternehmen haben durch dieses IT-Betriebsmodell den großen Vorteil, selbst die Hoheit über die technologischen Ressourcen zu besitzen. Auch Unternehmen mit einer älteren IT sind auf On-Promise bzw. Managed Services angewiesen, da sie ihre Software häufig nicht an eine Cloud anschließen können. Was IT-Betriebsmodelle angeht, gilt On-Promise eher nicht als innovativ. Alle Technologien müssen von der eigenen IT-Abteilung verwaltet werden. Neuerungen entstehen also nur, wenn wirklich gute ITler im Unternehmen arbeiten, die an einem Fortschritt interessiert sind und diesen trotz aufkommender Widerstände durchsetzen wollen.

Private Cloud in Eigenregie

Ein Unternehmen, welches das Risiko scheut, sich komplett auf einen Dienstleister für IT-Ressourcen zu verlassen, nutzt die Private Cloud. Hierbei handelt es sich um den Aufbau einer eigenen Cloud, was einen verhältnismäßig hohen Aufwand für das jeweilige Unternehmen bedeutet. Gerade größere Konzerne nutzen diese Form, da dort die notwendige Infrastruktur vorhanden ist. 58 % der Unternehmen setzen auf die Private Cloud, wie der Bitkom Cloud Monitor 2020 herausgefunden hat (2). Im Zuge von Managed Services buchen sich die Unternehmen Dienstleistungen bei externen Anbietern hinzu. Bei der Private Cloud steht die Rechenleistung im eigenen Unternehmen und wird selbst betrieben. Als großer Vorteil sind hierbei der Datenschutz und die Datensicherheit genannt, was für eine Nutzung durch Banken und Behörden spricht. Die genutzten Dienste sind bei dieser Methode besser skalierbar, außerdem besteht völlige Flexibilität und der größtmögliche Einfluss bei der Ausgestaltung der Systeme. Im Vergleich zur Public Cloud ist eine größere Unabhängigkeit zur Internetanbindung vor Ort gegeben.

Public Cloud als Outsourcing

Die Software von Public Cloud Anbietern ist mittlerweile in aller Munde. Begriffe wie Google Docs, Dropbox, Microsoft Office 365, Amazon Web Services oder Strato sollten dir sicherlich schon im Arbeitsalltag begegnet sein. Für Unternehmen öffnet sich bei der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern eine riesige Produktpalette, die keine Wünsche offenlässt. Bei der Auswahl des richtigen Anbieters muss ein Unternehmen jedoch jederzeit die hohen Anforderungen des europäischen Datenschutzes beachten. So ist beispielsweise nach der Aufkündigung des “Safe Harbor”-Abkommens mit der USA eine Nutzung von Servern in den Vereinigten Staaten mehr als fraglich. Dies gilt übrigens nicht für Anbieter mit Rechenzentren in Europa, wozu die Big Player auf jeden Fall gehören. Public Clouds haben den großen Vorteil, dass im Unternehmen keinerlei IT-Ressourcen bereitgestellt werden müssen. Ausschließlich die Endgeräte müssen hierbei bedienbar gemacht werden, wobei selbst dieser Schritt als Dienstleistung ausgelagert werden könnte. Besonders für Unternehmen, die bisher noch nicht in die IT investiert hatten, wird sich die Arbeit mit einem Externen schnell rentieren. Jedoch sollte jedes Unternehmen die Wirtschaftlichkeit einer Public Cloud berechnen. Durch die Buchung einzelner Dienstleistungen sind die Kosten schnell zu kalkulieren. Für viele Unternehmen wird sich eine Auslagerung der IT-Ressourcen bereits nach wenigen Jahren amortisiert haben.

Zwischenlösung Hybrid Cloud

Da im unternehmerischen Alltag nicht immer nur in “Ja” und “Nein” gedacht wird, hat sich in vielen Unternehmen das IT-Betriebsmodell Hybrid Cloud durchgesetzt, welches die Vorteile einer Private und einer Public Cloud kombiniert. Die Kombination ist für Betriebe häufig der einfachste und zugleich der wirtschaftlichste Weg. Die eigenen gewachsenen Lösungen bleiben bestehen und werden mit Produkten aus der Public Cloud ergänzt. Die großen Anbieter machen es ihren Kunden dabei so leicht wie möglich, indem sie ihre Produkte an die Schnittstellen der Unternehmen anpassen. Nutzer können zudem im Arbeitsalltag meist schnell zwischen der Private und der Public Cloud hin und her wechseln, je nach Bedarf. Auf den Cloud-Integrator kommen im Betrieb Aufgaben zu. Hier seien beispielhaft das Problem- und Security-Management oder die Bearbeitung von Service Requests, Releases oder Patches genannt. Durch die hohe Flexibilität reicht es den Unternehmen häufig, nur wenige IT-Spezialisten selbst zu beschäftigen und gezielt Dienstleistungen zuzukaufen. Ein IT-Betriebsmodell, welches sich aktuell in vielen Unternehmen durchsetzt.

(1) Research in Action Trendstudie 2017 im Auftrag von Interxion
(2) Bitkom: “Cloud-Monitor 2020”

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