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Jedes Unternehmen möchte seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und zeitgleich immer profitabler werden. Dafür muss schnell auf Veränderungen reagiert werden können. Die Transformation der Arbeitswelt, ausgelöst durch die voranschreitende Digitalisierung, erschwert eine schnelle Reaktion jedoch erheblich. Bietet zugleich aber auch nie zuvor da gewesene Chancen. Es müssen Innovationen her, die ein Unternehmen auf die Erfolgsspur bringen. Sie regen das Wachstum an, sorgen für mehr Effizienz innerhalb der einzelnen Prozesse und optimieren die Kostenstruktur. Das Ergebnis sind hohe Renditen und eine robuste Wettbewerbsfähigkeit. Konkret geht es also um Prozessinnovation. Doch in welchen Bereichen sorgen neuen Innovationen für Fortschritte?

Was ist Prozessinnovation eigentlich?

Unter Prozessinnovation versteht man die Verbesserung einzelner Prozesse innerhalb eines Unternehmens. Die verbesserten Vorgehensweisen haben zum Ziel, das Produktionsniveau zu erhöhen. Dafür können neue Technologien und Verfahren sowie Partnerschaften und Kooperationen sorgen. Im Idealfall werden dabei auch Kosten eingespart. So kann ein Unternehmen letztlich wettbewerbsfähig bleiben, seine Profitabilität steigern und trotz gleichbleibender Nachfrage weiter wachsen. Das KCT Kompetenz Centrum für Technologie- & Innovationsmanagement hat in seinem erst kürzlich veröffentlichten Band 6 festgestellt, dass der deutsche und österreichische Mittelstand dafür vorrangig auf Methoden wie Design Thinking und Open Innovation zurückgreift. 

Wo findet Prozessinnovation statt?

Grundsätzlich können Prozessinnovationen in alle Bereiche deines Geschäfts fallen. Schließlich lassen sich neue oder optimierte Arbeitsabläufe überall integrieren. Schlussendlich muss die Innovation einen vorherigen Prozess effizienter, einfacher oder kostengünstiger machen. Dabei stehen Steuerbarkeit und Wiederholbarkeit klar im Vordergrund. 

Produktion/Herstellung

Im produzierenden Gewerbe stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, um Prozesse zu optimieren. Neue Verfahren, Technologien und Maschinen werden regelmäßig veröffentlicht, die letztlich die einzelnen Prozesse innerhalb der Produktion verbessern. Alles, was mit der Planung, Entwicklung und Herstellung von Produkten zu tun hat, werden dazu gezählt.

Lieferung/Logistik

Innovationen rund um die Lieferung und Logistik von Materialien, Rohstoffen und Produkten sollen die Lieferkette sowie das Liefersystem weiter optimieren. Zu diesem Zwecke werden intelligente Softwarelösungen, Werkzeuge, Techniken und kompetente Logistikpartner verwendet. Eine besonders beliebte Prozessinnovation der letzten Jahre ist das Verfolgungssystem für den jeweiligen Kunden.

Dienstleistungen/Services

Prozessinnovation ist ein wichtiges Thema, ganz gleich welche Produkte oder auch Dienstleistungen ein Unternehmen zu bieten hat. Die Weiterentwicklung von Prozessen ist auch im Dienstleistungssektor von größter Wichtigkeit. Schließlich gibt es auch hier technische Abläufe, Kunden, Einkäufe und eine Buchhaltung. Prozessinnovation ist hier stets mit der Customer Journey und Kundenzufriedenheit in Einklang zu bringen. 

Werkzeuge & Vorgehensweisen in der Prozessinnovation

  1. Die Visualisierung von Prozessen

Die erste Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, ist die Organisierung eines exakten Prozessplanes. Immerhin können technische Zeichnungen jedes einzelne Glied genau beschreiben. Die Visualisierung bildet den Grundstein für die daran anschließende Konzeptarbeit. Andernfalls ähnelt die Prozessinnovation einem Marathonlauf im Dunkeln. Service Blueprinting und Prozessbeschreibungen am Vorbild von BPMN (Business Process Model and Notation) sind hier die Stichworte. 

  1. Das Design Thinking

Das Design Thinking kommt zum Einsatz, um an komplexe Prozesse systematisch herangehen zu können. Im Zentrum stehen neben der technischen Lösbarkeit verschiedener Aufgaben auch die Analyse und Auswertung von Kundenwünschen und nutzenorientierte Erfindungen. Gerade in der Serviceinnovation ist es eine beliebte Methodik. Doch auch in der Prozessinnovation kann Design Thinking sein Potential entfalten. Dies gilt im Besonderen für administrative Abläufe sowie Personal- und Vertriebsprozesse.

  1. Die Prozess Simulation

Nicht nur die Entwicklung und Integration neuer Innovationen in die Unternehmensprozesse ist bei der Prozessinnovation wichtig. Bevor diese in das Alltagsgeschäft entlassen werden, müssen diese nämlich noch auf Herz und Nieren getestet werden. Deshalb solltest du dich auch mit dem Thema der Prozess Simulation auseinandersetzen, um noch möglicherweise vorherrschende Unstimmigkeiten und Fehler zu eliminieren. Diese könnten überhoben zu große Umsatzeinbußen führen. 

  1. Prozessinnovation ist ein nie endender Prozess

Nach der erfolgreichen Integration neuer Prozessinnovationen ist ein wichtiger Schritt getan. Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität bleiben jedoch nur langfristig gesichert, wenn sämtliche Prozesse regelmäßig geprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Der Kunde von heute ist an kurze Lieferzeiten, ständige Verfügbarkeit und günstige Preise gewöhnt. Eben diese Kundenwünsche und –bedürfnisse gilt es jedes Mal aufs Neue zu erfüllen. Ein gutes Prozessinnovations-Management ist der Schlüssel dafür.

Wie kann Innovationsberatung bei der Prozessinnovation helfen?

Gute Beratung ist bei der Entwicklung als auch Integration von Innovationen immer zu empfehlen. Schließlich erhältst du so einen ehrlichen Blick von außen, der innerhalb des Prozessgeschehens oftmals verloren geht. Grundannahmen dürfen in Frage gestellt werden, um eine echte Innovation auf den Weg bringen zu können. Und genau dafür sorgt eine gute Innovationsberatung. Aufgrund der vielen Trial & Error-Versuche während der Entwicklungsphase kann man den Wald vor lauter Bäumen schon einmal aus den Augen verlieren.

Kontrollverlust vermeiden

Einige der eben vorgestellten Vorgehensweisen und Techniken sind nicht in jedem Unternehmen umsetzbar. Sei es aus Personal- oder Kostengründen. Um jedoch während der Prozessinnovation nicht das Gefühl des Kontrollverlustes entstehen zu lassen, kann die Innovationsberatung für Struktur und Methodik sorgen. Diese beiden Stützpfeiler sorgen für ein Sicherheitsgefühl, dass bei einer radikalen Vereinfachungen letztlich zum entscheidenden Faktor werden kann. 

Absicherungen von Risiken

Während die Geschäftsprozesse optimiert werden, muss der normale Betrieb natürlich weitergehen. Weder der Markt noch der Kunde warten auf dich. Schon kleine technische Änderungen können für eine Menge Unheil im Tagesgeschäft sorgen. Der Innovationsberater kümmert sich daher um die Risikoabsicherung. Möglich machen dies Stör- und Kontrollgrößen. Alle neuen Lösungen werden simuliert und abgesichert, bevor die Innovation schlussendlich integriert wird. 

Priorisierung auf das Wesentliche

Bei der Prozessinnovation treffen externe als auch interne Ansprüche und Bedürfnisse aufeinander. So zahlreich diese sind, so widersprüchlich sind sie auch. Hier gilt es daher den Fokus nicht zu verlieren. Der Innovationsberater hilft bei der Priorisierung anhand verschiedener Benchmarks innerhalb der Branche, um einen klaren Blick beizubehalten. 

Fazit: Prozessinnovation braucht Zeit und Struktur

Neue Innovationen sind selten schnell entwickelt und erfolgreich in den Unternehmensbetrieb integriert. Deshalb müssen sich Geschäftsführer und das ausführende Management genau abstimmen, um die angepeilten Ziele nicht durch technische Fehler oder ähnlichem in Gefahr zu bringen. Die Auswahl der Methoden und Vorgehensweisen ist ein ausschlaggebender Faktor. Doch auch kompetentes Personal ist bei der Entwicklung und Umsetzung notwendig. In Zusammenarbeit mit einem Innovationsberater lässt sich die Prozessinnovation jedoch mit der notwendigen Struktur und Priorisierung mit geringem Risiko realisieren. 

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