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Tarun Rana, Senior Manager bei Henkel, hat bereits viele Erfahrungen in der digitalen Transformation sammeln können. Er ist im Supply Chain Management für die Transparenz und Agilität zuständig und vertritt die Meinung, dass Kostenreduzierung der beste Ansatz ist, um die Geschäftsziele zu übertreffen und das Endergebnis zu verbessern. In unserem heutigen DRS Interview gibt er uns einen Einblick in die Unternehmenskultur von Henkel und gibt junge Führungskräfte Tipps, die im Bereich der digitalen Transformation arbeiten wollen.

Unternehmen: Henkel Strategic Business Solutions B.V.

Mitarbeiteranzahl: 52950

Interviewpartner: Tarun Rana, Senior Manager Digital Transformation bei Henkel Strategic Business Solutions B.V.

Jeder hat eine andere Vorstellung von Digitalisierung. Was bedeutet Digitalisierung für dich?

Digitalisierung oder die digitale Transformation aus ganzheitlicher Sicht, wäre die Nutzung digitaler Technologien, um entweder ein bestehendes Geschäftsmodell zu verändern, neue Einnahmequellen zu schaffen oder wertschöpfende Aktivitäten zu betreiben. Diese Tätigkeiten können natürlich auch alle auf einmal kombiniert werden.

Die Digitalisierung dreht sich um alle Aspekte unseres Lebens und ermöglicht eine dramatische Veränderung unserer Lebensweise, also wie wir leben und wie wir arbeiten. Für bestehende Unternehmen wie Henkel gibt es eine natürliche Entwicklung auf dem Weg zur Digitalisierung. 

Meiner Meinung nach spielt die Kultur eine sehr wichtige Rolle. Wir bieten dazu maßgeschneiderte digitale Schulungen und Trainings im Rahmen des Digital Upskilling-Programms an. Wir haben auch einen weiteren Stream namens Connected Worker, bei dem wir iPads an Online-Operatoren aushändigen, um einige Prozesse wie Umrüstungen und Schichtübergaben zu digitalisieren. Auf diese Weise ist jeder bei Henkel an dieser Reise zur digitalen Transformation beteiligt.

Mit welchen Tools arbeitest du da im Alltag?

Wir benutzen da viele Tools im Alltag und es kommt immer auf den Nutzen und das Bedürfnis an, welche Tools wir da benötigen. Dabei nutzen wir viele cloudbasierte Tools.

Allerdings könnten unsere Key-Technologies beziehungsweise unsere Key-Tools in ein Plus-One-Framework klassifiziert werden. So nutzen wir als erstes Robotics-Technologies, um physische Aufgaben im Fertigungsbereich zu automatisieren. Die zweite Gruppe von Tools ist für Automatisierungen zuständig. Das wäre zum Beispiel die vollmechanische bis vollbeobachtende Robotik-Prozessautomatisierung. Der nächste Bereich, auf den wir uns sehr stark konzentrieren, wären Sensoren, um Daten zu erfassen. Das reicht von einfachen Temperatur- oder Feuchtigkeitssensoren bis hin zu komplexen vernetzten Geräten, sogar mit Edge-Computing-Fähigkeiten. Wir nutzen zum Beispiel Inline-Kameras zur Qualitätskontrolle, um fehlerhafte Produkte zu erkennen und auch autonom auszusondern. 

Dann haben wir die vierte Säule als Visualisierung. Egal wie komplex die Algorithmen dahinter sind, wir machen die Erkenntnisse für unsere Kollegen sehr leicht verständlich und umsetzbar. 

Das sind die vier Säulen und die übergreifende Komponente ist dabei die Konnektivität. Alle diese vier Schlüsseltechnologien sind komplett miteinander verbunden und stellen das dar, was wir den digitalen Zwilling unserer Lieferkette nennen.

Worauf sollten Unternehmen, die die digitale Transformation umsetzen wollen, besonders achten?

Für die Unternehmen wäre der allererste Schritt, zu definieren, was die digitale Transformation für ihr Unternehmen bedeutet. Es gibt verschiedene Definitionen für verschiedene Unternehmen. Es soll nicht nur darum gehen, die neuesten Smartphones oder die neuesten elektronischen Gadgets zu nutzen. Es geht darum, die Technologie im gesamten Unternehmen zu nutzen. 

Man muss sich dabei auf die Kunden fokussieren. Neue Technologien helfen dabei, eine emotionale Verbindung zu Ihren Kunden herzustellen und das führt zu einer Steigerung des Umsatzes Ihrer Produkte und Dienstleistungen. Es ist auch wichtig, eine Wachstumsstrategie zu erstellen, in der die Digitalisierung als wichtige Säule installiert ist und von oben nach unten auf allen Ebenen der Organisation kommuniziert wird, insbesondere für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen. 

Die digitale Transformation zu ignorieren ist definitiv keine Option. Selbst wenn man keine direkten Berührungspunkte mit den Verbrauchern hat oder die Geschäfte eher auf andere Unternehmen im B2B-Bereich ausgerichtet sind, können Sie sich mit der digitalen Transformation auf die Steigerung der internen Effizienz konzentrieren oder Ihren Kunden ergänzende neue Dienstleistungen anbieten. 

Seit 2017 hat Henkel die digitale Transformation als eine strategische Kernpriorität verankert. Seitdem haben wir eine Reihe von digitalen Initiativen in allen Bereichen und Funktionen innerhalb unseres Unternehmens etabliert. Insbesondere, hat sich unser Big-Data-Programm, das sich um Daten, Sichtbarkeit, Transparenz und umsetzbare Erkenntnisse dreht, als sehr effektiv erwiesen und war einer der Hauptgründe für unsere starke Leistung im vergangenen Jahr, trotz der Auswirkungen von Covid-19.

Was verstehst du unter Digital Leadership?

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Digital Leadership, die digitalen Ressourcen des Unternehmens strategisch für die Geschäftsziele zu nutzen. In den letzten fünf bis zehn Jahren haben sich die Führungskonzepte und -dynamiken nicht nur in Bezug auf die Strukturen, sondern auch in Bezug auf die Fähigkeiten stark verändert. Ein effektiver digitaler Leader sollte sich über die Geschäftsziele im Klaren sein und darüber, wie seine Aufgaben dies unterstützen. 

Das Mantra eines digitalen Leaders ist es, dies ohne Autorität zu führen. Auf der anderen Seite nutzen sie effektive Kommunikation, um ihre Ideen in einer kollaborativen Art und Weise zu teilen, anstatt anderen Ideen vorzuenthalten. Diese Führungskraft muss bescheiden, anpassungsfähig, visionär und engagiert sein, insbesondere mit internen und externen Stakeholdern auf dem Weg der digitalen Transformation.

Welche Tipps hast du für Personen und Führungskräfte, die im Bereich der digitalen Transformation arbeiten?

Ich würde sagen, das erste was man tun sollte, wäre es digitale Führungskräfte in deinem Unternehmen zu finden. Wie wir besprochen haben, sind sie die richtigen Ansprechpartner für die digitale Transformation und diese Leute kennen die Organisation besser. Sie sind in der Regel jung und viel aufgeschlossener gegenüber einer sich ständig verändernden digitalen Welt. 

Der zweiten Tipp, den ich geben würde, ist die Einführung einer agilen Arbeitsweise oder “drive fast, fail fast, adapt and continue”. Es ist wichtig anzumerken, dass auf dieser Reise, Fehler fünfmal häufiger vorkommen als Erfolg. Eine agile Arbeitsweise wird dir helfen, deine Erfolgschancen zu erhöhen. 

Schließlich ist das Konzept der kontinuierlichen Verbesserung keine einmalige Aktivität. Die District-Transformation hat einen Anfang, aber kein wirkliches Ende. Es ist ein Prozess, der sich an die neuesten Innovationen und das veränderte Kundenverhalten anpassen muss. Berücksichtigt müssen sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele, während man seine digitale Strategie entwirft.

Was sind deine Top 3 Gründe, warum mehr Unternehmen den Weg der digitalen Transformation gehen sollten?

Wir haben gesehen, dass die Digitalisierung ein sehr komplexes Thema darstellt. Sie hat massives Potenzial, einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten. Ich möchte hier nur auf drei Punkte eingehen. 

Es gibt ein großes wirtschaftliches Potenzial, das mit dieser Digitalisierung verbunden ist, und ein Großteil davon ist in 10 bis 15 Jahren noch nicht ausgeschöpft. Digitale Technologien sind die Hauptquelle des gesamten Produktivitätswachstums in der Welt. Die Digitalisierung wird also weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um das Produktivitätspotenzial voll auszuschöpfen. Daher ist es sehr wichtig, dass Unternehmen sich diese Technologien zu eigen machen, um wettbewerbsfähig zu sein und eine bessere Leistung zu erbringen. 

Der zweite Grund wäre, den Übergang zu einer nachhaltigen Welt zu unterstützen. Die Bedeutung der Umwelt spielt heutzutage für jeden eine immer wichtigere Rolle. Deshalb ist sie auch tief in der DNA von Henkel verankert. Henkle unterstützt voll und ganz die Verpflichtung des Pariser Abkommens der Vereinten Nationen zum Klimawandel. Deshalb wollen wir bis 2040 ein klimapositives Unternehmen werden. Wir haben einen starken Fokus auf unsere eigenen Produktionsstandorte, an denen wir digitale Technologien nutzen wollen, um unseren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren.

Vielleicht einer der wichtigsten Gründe im Kontext eines größeren Bildes: Die digitale Transformation ist etwas, das nicht nur von großen Konzernen allein erreicht werden kann. Einige der Vorreiter, wie Unternehmen wie Amazon, Facebook und Google, haben unser Leben bereits verändert und werden dies auch weiterhin tun. Sie haben jedoch auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Sicherheit und des ethischen Umgangs mit Daten geweckt, um ein höheres Maß an Vertrauen der Verbraucher in die gesamte digitale Wirtschaft zu erreichen. Kleine und mittelständische Unternehmen müssen ebenfalls ihre Rolle bei der Etablierung neuer Normen für ethisches Verhalten mit den digitalen Technologien spielen

Wie sehr ist die Kultur ein wichtiger Faktor bei der Digitalisierung?

Die Kultur spielt eine sehr wichtige Rolle auf dem Weg zur digitalen Transformation. In der Tat können Unternehmen, die sich bei der digitalen Transformation nur auf den technologischen Teil und nicht auf den kulturellen Wandel konzentrieren, ihren Fortschritt in vielen Bereichen behindern. Insbesondere wenn diese Unternehmen die digitale Initiativen vom konzeptionellen Beweis skalieren. 

Eine gesunde Unternehmenskultur ist auch eine Hochleistungskultur. Sie befähigt die Mitarbeiter, bessere und schnellere Ergebnisse zu erzielen. Eine flache Hierarchie hilft, die Entscheidungsfindung zu beschleunigen. Zweitens gibt es keinen Zweifel daran, dass der Ruf als digitaler Vorreiter unter den Mitbewerbern vielleicht ein Anziehungspunkt für die besten Talente ist. Henkel hat eine sehr starke und kollaborative Unternehmenskultur. Wir haben vier Leadership Commitments, die vollständig in unserer DNA verankert sind. Unternehmer, die in starken Teams zusammenarbeiten und die Ergebnisse selbst in die Hand nehmen, befähigen diese Leadership Commitments unsere Mitarbeiter und Teams, größere Ergebnisse zu erzielen.


Englisch

Everyone has a different idea of digitalization. What does digitalization mean to you?

Digitization, or digital transformation from a holistic perspective, would be the use of digital technologies to either change an existing business model, create new revenue streams, or engage in value-creating activities. These activities can of course all be combined at once.

Digitization revolves around all aspects of our lives and enables a dramatic change in the way we live and how we work. For existing companies like Henkel, there is a natural progression towards digitalization. 

In my opinion, culture plays a very important role. We offer tailored digital education and training on this as part of the Digital Upskilling program. We also have another stream called Connected Worker, where we hand out iPads to online operators to digitize some processes like changeovers and shift handovers. In this way, everyone at Henkel is involved in this digital transformation journey.

What tools do you use on a day-to-day basis?

We use many tools in our everyday life and it always depends on the benefit and the need. We use many cloud-based tools.

However, our key technologies or our key tools could be classified into a plus-one framework. So the first one we use is Robotics-Technologies to automate physical tasks in the manufacturing area. The second group of tools is for automations. That would be, for example, fully mechanical to fully observational robotics process automation. The next area we would focus on very heavily would be sensors to collect data. That ranges from simple temperature or humidity sensors to complex networked devices, even with edge computing capabilities. For example, we use inline cameras for quality control to detect defective products and also autonomously reject them. 

Then we have the fourth pillar as visualization. No matter how complex the algorithms behind it are, we make the findings very easy for our colleagues to understand and implement. 

Those are the four pillars, and the overarching component here is connectivity. All these four key technologies are completely interconnected and represent what we call the digital twin of our supply chain.

What should companies that want to implement digital transformation pay special attention to?

For companies, the very first step would be to define what digital transformation means for their business. There are different definitions for different companies. It shouldn’t just be about using the latest smartphones or the latest electronic gadgets. It’s about leveraging technology throughout the enterprise. 

You have to focus on the customer. New technologies help create an emotional connection with your customers, and that leads to an increase in sales of your products and services. It is also important to create a growth strategy in which digitalization is installed as an important pillar and communicated from top to bottom at all levels of the organization, especially for companies that want to remain competitive. 

Ignoring digital transformation is definitely not an option. Even if you don’t have direct touch points with consumers or your business is more focused on other B2B companies, you can use digital transformation to focus on increasing internal efficiency or offer complementary new services to your customers. 

In 2017, Henkel established digital transformation as a core strategic priority. Since then, we have established a number of digital initiatives across all areas and functions within our company. In particular, our Big Data program, which is all about data, visibility, transparency and actionable insights, has proven to be very effective and was one of the main reasons for our strong performance last year, despite the impact of Covid-19.

What do you understand by digital leadership?

Put simply, digital leadership means using the company’s digital resources strategically to achieve business goals. Over the last five to ten years, leadership concepts and dynamics have changed dramatically, not only in terms of structures, but also in terms of capabilities. An effective digital leader should be clear about business goals and how their roles support that. 

The mantra of a digital leader is to lead this without authority. On the other hand, they use effective communication to share their ideas in a collaborative manner rather than withholding ideas from others. This leader must be humble, adaptable, visionary, and engaged, especially with internal and external stakeholders on the digital transformation journey.

What tips do you have for people and leaders working in the digital transformation space?

I would say the first thing to do would be to find digital leaders in your organization. As we discussed, they are the right people to talk to about digital transformation and these people know the organization better. They tend to be young and much more open-minded to an ever-changing digital world. 

The second tip I would give is to adopt an agile way of working or “drive fast, fail fast, adapt and continue”. It’s important to note that on this journey, failures are five times more common than success. An agile way of working will help you increase your chances of success. 

Finally, the concept of continuous improvement is not a one-time activity. District transformation has a beginning, but no real end. It is a process that must adapt to the latest innovations and changing customer behavior. Consider both short-term and long-term goals while designing your digital strategy.

What are your top 3 reasons why more companies should go down the path of digital transformation?

We have seen that digitization is a very complex issue. It has massive potential to make a positive contribution to the world. I would like to focus on just three points here. 

There is huge economic potential associated with this digitization, and much of it is 10 to 15 years away. Digital technologies are the main source of all productivity growth in the world. So digitization will continue to play an important role in realizing the full potential of productivity. Therefore, it is very important that companies embrace these technologies to be competitive and perform better. 

The second reason would be to support the transition to a sustainable world. The importance of the environment plays an increasingly important role for everyone these days. That is why it is also deeply embedded in Henkel’s DNA. Henkle fully supports the commitment of the United Nations Paris Agreement on climate change. That is why we aim to become a climate-positive company by 2040. We have a strong focus on our own production sites, where we want to use digital technologies to reduce our carbon footprint. 

Perhaps one of the most important reasons in the context of a bigger picture, digital transformation is something that cannot be achieved by large corporations alone. Some of the pioneers, such as companies like Amazon, Facebook and Google, have already changed our lives and will continue to do so. However, they have also raised concerns about privacy, security and the ethical use of data to achieve a higher level of consumer trust in the overall digital economy. Small and medium-sized enterprises must also play their role in establishing new norms for ethical behavior with digital technologies.

How much is culture an important factor in digitalization?

Culture plays a very important role on the path to digital transformation. In fact, companies that focus only on the technological part of digital transformation and not on cultural change can hinder their progress in many areas. Especially if these companies scale digital initiatives from conceptual proof. 

A healthy company culture is also a high-performance culture. It empowers employees to deliver better and faster results. A flat hierarchy helps speed up decision making. Second, there is no doubt that being a digital pioneer among competitors may be a draw for the best talent. Henkel has a very strong and collaborative corporate culture. We have four Leadership Commitments that are fully embedded in our DNA. Entrepreneurs working together in strong teams and taking ownership of results, these Leadership Commitments empower our people and teams to achieve greater results.

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