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Adam Coster, Geschäftsführer bei IoT Concepts GmbH & Co.KG hat bereits viele Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung sammeln können. In unserem heutigen DRS Interview erklärt uns die Wichtigkeit von praktischer Umsetzung und erzählt warum er sich entschieden hat, im Bereich der Digitalisierung zu arbeiten.

Unternehmen: IoT Concepts GmbH & Co.KG

Mitarbeiteranzahl: 45

Interviewpartner: Adam Coster, Geschäftsführer bei IoT Concepts GmbH & Co.KG

Jeder hat eine andere Vorstellung von Digitalisierung. Was bedeutet Digitalisierung für dich?

Digitalisierung ist ein riesiges Feld. Wir sprechen darüber viel mehr als das wir es tun und auch umsetzen. Es ist schon richtig, dass auch im Unternehmen einfache Arbeitsprozesse durch eine Verwendung von Digitalisierung optimiert werden können und auch gerade im großen Umfeld sinnvoll verfolgbar sind. 

Ich glaube aber, dass die Digitalisierung viel, viel mehr ist. Die Digitalisierung hat am Ende eine praktische Umsetzung, wo unsere Umwelt viele Dinge, die wir heute tun, gegebenenfalls ganz automatisch passieren werden. Die Technik oder die umgesetzten Lösungen können uns dabei helfen, unser Leben besser zu gestalten. Wir sind ja unheimlich aus der Praxis getrieben. Über viele Jahre hinweg musste ich Prozesse umsetzen. Die Digitalisierung wird oft damit in Einklang gebunden, Geld zu sparen und Prozesse zu optimieren, die später eine wirtschaftliche Vorteile fürs Unternehmen bieten.

Warum hast du dich entschieden, im Bereich der Digitalisierung zu arbeiten?

Eigentlich war das schon vor Beginn des Studiums mein Ansatz. Ich wollte nicht nur reine Informatik studieren, sondern eigentlich den technischen Part mit der praktischen Umsetzung verbinden. Aber in den 80ern, wo ich zu studieren anfing, da waren wir ein Stück weit weg. Auch das Thema IT oder Technologie, die uns heutzutage unterstützt, war nicht da und so geschah es dann doch irgendwie. 

Vor zirka sieben Jahren erfuhr ich von einem Kunden, der in der Abfallwirtschaft unterwegs war, das Unternehmen hatte, aufgrund von Kostenprobleme und der geringen Mitarbeiteranzahl, Schwierigkeiten zielgerichtet die Fahrzeuge einzusetzen. So kam ich auf die Idee, Sensoren zu bauen und zu entwickeln, um so den Kunden bei seinem Problem zu helfen. Aber am Ende, war es tatsächlich die Idee zu sagen, endlich mal etwas Praktisches zu tun. 

Letztendlich war das schon immer ein tiefer Wunsch, Theorie in Praxis umzuwandeln und jetzt konnte ich plötzlich praktisch das tun. Im Zuge meines bestehenden Unternehmens gab es genügend Menschen, die mich dort dabei unterstützen konnten.

Eigentlich war das schon vor Beginn des Studiums mein Ansatz. Ich wollte nicht nur reine Informatik studieren, sondern eigentlich den technischen Part mit der praktischen Umsetzung verbinden. Aber in den 80ern, wo ich zu studieren anfing, da waren wir ein Stück weit weg. Auch das Thema IT oder Technologie, die uns heutzutage unterstützt, war nicht da und so geschah es dann doch irgendwie. 

Vor zirka sieben Jahren erfuhr ich von einem Kunden, der in der Abfallwirtschaft unterwegs war, das Unternehmen hatte, aufgrund von Kostenprobleme und der geringen Mitarbeiteranzahl, Schwierigkeiten zielgerichtet die Fahrzeuge einzusetzen. So kam ich auf die Idee, Sensoren zu bauen und zu entwickeln, um so den Kunden bei seinem Problem zu helfen. Aber am Ende, war es tatsächlich die Idee zu sagen, endlich mal etwas Praktisches zu tun. 

Letztendlich war das schon immer ein tiefer Wunsch, Theorie in Praxis umzuwandeln und jetzt konnte ich plötzlich praktisch das tun. Im Zuge meines bestehenden Unternehmens gab es genügend Menschen, die mich dort dabei unterstützen konnten.

Mit welchen Tools arbeitest du im Alltag?

Die Prozesse, die bei uns im Unternehmen laufen, sind ja am Ende entscheidend für unseren Unternehmenserfolg. Wenn wir uns dann eine neue Technik beschaffen oder neue Ideen haben und deswegen mehr Arbeitsaufwand haben und so nicht mehr durchblicken können, dann geht das nicht. Also sind wir auf der einen Seite massiv an die bestehenden Serviceprozesse gebunden. Dabei denke ich an Helpware- oder Abrechnungssysteme. 

Auf der anderen Seite haben wir Werkzeuge, die wir zum Teil selbst erstellt haben oder auch erwerben, die uns Informationen liefern. Diese Informationen können in Analysen oder auch Predictive Analytics verwendet werden. Wir haben also Werkzeuge auf der technologischen Basis und auf der prozessualen Basis.

 

Worauf sollten Unternehmen, die die digitale Transformation umsetzen wollen, besonders achten?

Eines der großen Punkte, die ich heute noch feststelle, vor allem bei unseren Kunden, ist dass viele Leute denken, dass das alles nichts kosten wird. Das wird von alleine funktionieren. Nein, das ist es nicht. Die Euphorie und die Begeisterung, die braucht man erst mal. Das muss man Mitarbeitern aufwecken, weil auf der Mitarbeiterebene meistens noch Ängste herrschen. Ich glaube erst einmal nicht, dass wir massive Mitarbeitereinsparungen haben, vielmehr wurden neue Aufgaben gefunden. Das heißt, eigentlich müssen wir erstmal in erster Linie die Mitarbeiter dazu gewinnen, mitzumachen. 

Das nächste Problem ist Time to market. Da sind wir leider nicht so toll in Deutschland. In unserem Land wird erst mal alles auf den ROI und auf eine Wirtschaftlichkeit getrimmt, anstatt nach vorne zu denken und zu investieren. Das merke ich leider bei unseren Kunden vielerorts einfach, dass nicht in neue Technologien investiert wurde, obwohl es eigentlich schon offensichtlich ist, dass daraus wirtschaftliche Vorteile erzielt werden könnten. Vielmehr wollen wir erst mal den Beweis haben, dass sich das wirtschaftlich lohnt. Nun, jeder Anlauf ist natürlich schwierig. Die Durchführung von solchen Projekten, fordert immer noch eine wirtschaftliche Berechnung und diese ist mit vielen unbekannten Variablen versehen, weil wir ja letztendlich das noch nicht kennen. 

Diese Offenheit und vor allem auch Engagement seitens der Führungskräfte fehlt oft in Unternehmen, aber auf der anderen Seite ohne Risiko auch keine Erfolg. Zusammenfassend ist der übertriebene wirtschaftliche Ehrgeiz ein Hindernis, neue Dinge zu tun und ich glaube, dass wir uns da ein bisschen an der Welt orientieren können.

Was verstehst du unter Digital Leadership?

Ein Unternehmen, dass sich neuen und digitalen Themen öffnet und sich dort bewegt, bekommt schon den Stempel, dass es innovativ nach vorne geht. Letztendlich gibt das Management diesen Weg ja vor. So geben 80-90 % der Unternehmen vor innovativ und digital zu sein, aber es dann wirklich umzusetzen fehlt dann. 

Ein echtes Leadership ist für mich ein Unternehmen, dass eine Umsetzung vorantreibt und komplett neue Wege geht. So brauchen wir offene Leader, die bereit sind, Risiken einzugehen und die Innovation auch praktisch umzusetzen.

Welche Tipps hast du für Personen und Führungskräfte, die im Bereich der digitalen Transformation arbeiten?

Ich würde sagen, viele kleine Projekte aufsetzen, damit das persönliche Know how der Entscheider möglichst schnell wächst. Die großen Projekte der Digitalisierung, die über 20-30 Jahre laufen, müssen erst zum Erfolg erklärt werden können.

So kostet zum Beispiel Sensorik heutzutage jeden Tag ein Stückchen weniger. Sie wird überall weltweit umgesetzt. Wenn ich dort erfolgreich und möglichst schnell lernen möchte, dann braucht man kleine und schnelle Projekte. So sollte man erstmal damit starten, aber dabei nicht das große Bild verlieren.

Was sind deine Top 3 Gründe, warum mehr Unternehmen den Weg der digitalen Transformation gehen sollten?

Ja nun, jetzt müssen wir vielleicht erst mal definieren, was versteht das Unternehmen unter digitale Transformation? Also wenn ich an ein Versicherungsunternehmen denke, dann ist das sicherlich etwas anders, als ein technologisches Unternehmen oder ein Dienstleister im Versorgungsbereich.

Nehmen wir als Beispiel die städtische Stelle für Grünflächenamt, dass für die Pflege und die Erhaltung der Pflanzen und Bäume zuständig ist. Um da möglichst effektiv alle Pflanzen und Bäume zu versorgen braucht das Amt zunächst Informationen, um zum Beispiel zu wissen, wie viel Wasser benötigt wird. Das ist auch eine Form der Digitalisierung. Im Wesentlichen ist das die Erkennung von Aufgaben und Probleme und das lässt sich heute durch einfache digitale Möglichkeiten umsetzen.

Der nächste Punkt ist ganz klar eine gewisse Zeit, die im Prinzip zur Auswertung benötigt wird. Hier sind wir in einem praktischen Ansatz und nicht in einem wissenschaftlichen, indem wir alles Einzelne gründen müssen. Am Ende des Tages wächst der Baum, wenn er Wasser hat und wenn er genug Sonne hat und der Boden halbwegs passt. So können durch Informationsbeschaffungen digitale und natürliche Prozesse geschaffen werden. Diese Prozesse müssen dann eine gewissen Zeit lang ausgewertet und dann optimiert werden. 

Wir müssen einfach kleine Schritte machen und vielleicht auf die Perfektion verzichten. Dann müssen wir die Prozesse überwachen, optimieren und daraus lernen. Digitalisierung bedeutet für mich auch, dass die Menschen lernen, welche Möglichkeiten sie haben, auch wenn sie so offensichtlich sind.

Wie sehr ist die Kultur ein wichtiger Faktor bei der Digitalisierung?

Wir wissen ja, dass Digitalisierung gleichgesetzt wird mit Informationen und die Angst, eigene Informationen preiszugeben, ist ja nun mal groß in unserem Lande. Ich habe aber den Eindruck, dass die Menschen in Frankfurt oder im Rhein-Main-Gebiet gegenüber anderen Ländern und Kulturen recht offen sind.

Also wenn ich Menschen habe, die stark gebildet sind und zum Beispiel aus industriellen oder akademischen Bereichen kommen, für sie ist es normales Werkzeug. Ich glaube aber, dass viele Menschen, die einfache Tätigkeiten begehen und auf der Arbeitsebene unterwegs sind, auch von digitalisierten und automatisierten Prozessen profitieren können. So können sie von manuellen Tätigkeiten entlastet werden und das Arbeitsleben wird enorm erleichtert.

So dachte damals jeder, dass die Computer uns die Arbeitsplätze wegnehmen und sie  deswegen nicht braucht. Wir lernten aber schnell, dass durch Digitalisierung der Anspruch an die Arbeit eine andere ist und sich so Arbeitsprozesse und Arbeitsumfeld verändern.

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