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Stehst Du als Geschäftsführer vor der Herausforderung, das Unternehmen durch eine konsequente Digitalisierung nach vorne zu bringen und zukunftssicher aufzustellen? Dann solltest Du die sogenannte 40er-Regel kennen. Hier erfährst Du, was es mit der 40er-Regel auf sich hat, welche Unternehmen davon ausgenommen sind, und wie das alles mit der digitalen Transformation zusammenhängt.

Ein kurzer Crashkurs: die 40er-Regel

Mit der 40er-Regel ist unglaublich simpel, relativ neu und wurde erstmals 2015 angewandt. Mit ihr können Software-Unternehmen im Allgemeinen und SaaS (Software as a Service)-Anbieter im Besonderen bewertet werden. Aber auch Wachstumsaktien lassen sich damit einordnen.

Die Regel lautet ganz einfach:

Wachstumsrate plus Gewinnmarge sollte 40 % übersteigen.

Wenn Dein Unternehmen also mit 30% wächst, sollte es gleichzeitig einen Gewinn von 10% erwirtschaften. Wenn es ein Umsatzwachstum von 50% aufweist, kann es sogar 10% Verlust machen. Hier erkennen wir das Schema von Startups, wo dies oder sogar noch weit extremere Werte keine Seltenheit und kein Grund zur Beunruhigung sind.

50% Umsatzwachstum – wie realistisch ist das?

Da hast Du natürlich einen Punkt. Nicht jedes Unternehmen kann und sollte diese Faustregel befolgen. Man kann sie im Allgemeinen nur für Software-Unternehmen sinnvoll anwenden, und zwar aus einem einfachen Grund. Software lässt sich beliebig oft verkaufen ohne weitere Herstellungskosten zu generieren. Das ist z.B. bei Hersteller von Maschinen oder Konsumartikeln komplett anders.  

Software-Firmen besitzen daher das Potenzial für riesige Margen, oft bis zu 80 oder 90%, was in anderen Branchen meist ein Traum bleibt.

Aber auch SaaS- oder Software-Anbieter schaffen es nicht immer, derart hohe Margen zu erreichen. Dies hängt stark von der Position im Lebenszyklus eines Unternehmens ab. Ein Startup-Unternehmen liegt oft bereits durch das starke Wachstum weit über den 40%, auch und gerade wenn es den Gewinn dafür opfert.

Mit zunehmendem „Alter“ wird die 40%-Marke oft nicht mehr geknackt. Dann sehen sich Unternehmen mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Leistung und Gewinnmargen zu verbessern, da das Wachstum nachlässt. Oft versuchen Softwareanbieter dann ihr Betriebsmodell zu ändern oder sogar neu zu erfinden. Sie definieren neue Kundensegmente, schrauben an den Betriebsprozessen oder versuchen die Komplexität zu verringern.

Genau an diesem Punkt kann man einige sehr gute Lehren für die digitale Transformation ziehen.

Eine bessere digitale Transformation: Konsequenzen aus der 40er-Regel

Manche Führungskräfte der Softwarebranche nutzen die 40er-Regel als wichtige Kennzahl, um einen Kompromiss zwischen Wachstum und Rentabilität zu finden. Auch für Dich kann es ein guter Anhaltspunkt sein, wie stark Dein Unternehmen in eine digitale Transformation investieren sollte.

Bei einem starken Wachstum lässt sich nämlich – sofern man nur die 40er-Regel zugrunde legt – einiges in eine Digitalisierung investieren, die den Grundstein für eine solide und konkurrenzfähige Marktpositionierung legt.

Effizienzsteigerung durch digitale Transformation

Auch für „reife“ Software-Unternehmen gilt, dass Effizienz ein sehr wichtiger Faktor ist. Auch in dieser Branche können Prozesse und Systeme beliebig komplex werden. Als Startup wurde vieles pragmatisch gehandhabt. Mit zunehmendem Erfolg und Wachstum haben sich jedoch starre Strukturen etabliert, die mit einer Transformation beseitigt werden können.

Wir gehen davon aus, dass die hier angesprochenen Unternehmen kein unüberwindbares Problem mit ihrer eigenen IT-Infrastruktur oder Legacy-Systemen haben. Aber bereits bei Rationalisierung oder Prozessautomatisierung kann ein neutraler Blick von außen Wunder wirken.

Sei es bei der Verschlankung oder dem Umbau von Vertriebskanälen, sei es bei der Etablierung von Omni-Channel-Interaktionen über alle mobilen Plattformen, Social Media Auftritte und E-Commerce hinweg. 

Auch der Datenfluss und Wissensaustausch zwischen einzelnen Abteilungen und Mitarbeitern ist ein Ansatzpunkt für eine digitale Transformation.

Die Kundenbasis ist das wertvollste Kapital

Das gilt auch für Software-Unternehmen. Und einige würden ergänzen: Bei der digitalen Transformation dreht sich alles um den Kunden. Unabhängig davon, welchen Kommunikationskanal sie nutzen oder mit welchem Deiner Mitarbeiter sie sprechen, wünschen sich Kunden eine durchgängig einheitliche Erfahrung. 

Digitale Transformation kann genau das bewirken: Kundenzufriedenheit, Loyalitätssteigerung und Kundenbindung. Dies verbessert kurz- und langfristig die Gewinnmarge, wobei wir wieder bei der 40er-Regel angelangt sind.

Aber auch eine Investition in kundenorientierte Innovationen oder Lösungsstrategien ist für SaaS-Anbieter notwendig. Und dies nicht nur einmalig, sondern mit dem Pulsschlag des Marktes.

Gleiches gilt für die Erkenntnisse, die Dein Unternehmen hoffentlich aus den vorhandenen Kundendaten ziehen kann. Dies ist z.B. für die Implementierung von Preisstrategien unverzichtbar.

Technologisch an vorderster Front

Bei der digitalen Transformation geht es nicht um Technologie. Das mag zwar generell stimmen. Bei Software-Unternehmen ist es jedoch so, dass das eigene Produkt sich am besten verkauft, wenn es „leading edge“ ist. Das bedeutet, dass die zugrundeliegende Technologie den Kriterien einer digitalen Transformation standhalten würde: innovative oder sogar disruptive Prozesse und Abläufe zu leben.

Wenn sich das Produkt oder Serviceangebot Deines Unternehmens so sehr von der Konkurrenz abhebt, gibt es erheblichen Spielraum bei der Preisgestaltung – nach oben. Das erlaubt auch Unternehmen, die über ihre Startup-Phase hinaus sind, die 40er-Regel durch Optimierung der Gewinnmarge zu übertreffen.

Lass Dich von der 40er-Regel inspirieren

Die 40er-Regel in einer frühen Phase der Unternehmenshistorie oder in einem einzigen Jahr zu schlagen ist gut. Die größere Herausforderung besteht jedoch darin, Wachstum und Marge Jahr für Jahr auszubalancieren. Nach unserer Erfahrung gelingt dies heutzutage besser, wenn sich ein Unternehmen permanent neu erfindet und transformiert.

Die Digitalisierung und die technologischen Fortschritte geben den schnellen Takt vor. Jedes Unternehmen muss die richtigen Schlüsse daraus ableiten und die notwendigen Schritte der Veränderung gehen.

Wir können auch Dein Unternehmen darin unterstützen und begleiten.

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